Feedback zur Kampagne

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Eversor
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Feedback zur Kampagne

Beitrag von Eversor » Mo 22. Mär 2021, 11:01

Liebe Teilnehmer der "Ärger in Sandbrunnen"-Kampagne, um die nächste Kampagne noch besser zu machen, möchte ich um euer Feedback bitten, was an den Kampagnenregeln angepasst werden sollte. An den offiziellen Regeln von Necromunda, vor allem den Grundregeln und den Gangregeln, soll nach Möglichkeit nichts geändert werden.

Ein paar Punkte stehen für mich momentan schon fest, solange ihr dem nicht vehement widersprecht:
  • Es wird keine Vorrunde mehr geben. Diese hat die erste "richtige" Runde zu sehr verzerrt.
  • Die Hausregel für Explosivwaffen würde ich gerne beibehalten. Meiner Ansicht nach hat sie sich bewährt.
  • Die sechs Gangs der Häuser (Cawdor, Escher, Delaque, Goliath, Orlock und Van Saar) würden in der neuen Kampagne ausschließlich nach den Haus-Büchern gespielt werden. Die Regeln sind einfach aktueller und vielseitiger, außerdem ist das Buch Gangs der Unterwelt zumindest auf Deutsch schon nicht mehr erhältlich; ich vermute, dass es auf Englisch auch spätestens mit dem Delaque-Buch nicht mehr verfügbar sein wird.
  • Es gibt zwar theoretisch für Folgekampagnen die Möglichkeit, Modelle der letzten Kampagne zu übernehmen (sogenannte Splitter-Gangs), würde aber gerne darauf verzichten. Der Grund dafür ist, dass außer meinen Escher und Schlumpfs Goliaths alle Gangs auf den bis zur neuen Kampagne veralteten Regeln in Gangs der Unterwelt beruhen, was eine Übernahme erschwert. Ich fände es auch unfair, dies nur den Spielern zu genehmigen, die bereits nach den neuen Haus-Büchern spielen.
  • Die Open-War-Karten können nicht für Territorialeroberungen verwendet werden.
Jetzt habe ich noch eine Sache, bei der ich mir nicht so sicher bin, ob wir sie so beibehalten wollen. Ich hatte in der Kampagne in den ersten drei Runden (Besetzungsphase) die Eroberungsversuche auf zwei Territorien begrenzt (ein selbst ausgewähltes und eines durch Herausforderung), damit ein erfolgreicher Vielspieler zu seinen Siegen nicht noch zu viel Territorium abgreift. Sollen wir das so beibehalten? Wenn nicht, könnten die Territorien bereits in Runde 2 (oder gar 1) ausgehen, sodass wir schneller in die Auszeit übergehen würden. Da die Eroberungsphase fest über drei Runden geht, könnte dies die Dauer der Kampagne verkürzen.
Wie denkt ihr darüber?

Über Feedback zu meinen Gedanken und über eigene Überlegungen wäre ich euch dankbar.
Ich kann als Tabletop-Spieler einfach nicht monogame leben …

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lockeloeckchen
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Re: Feedback zur Kampagne

Beitrag von lockeloeckchen » Di 23. Mär 2021, 10:31

(ggf. wiederholt sich hier einiges, ist aber der Vollständigkeit halber dabei)

Was mir besonders gut gefiel:
  • Die Stimmung beim Spiel. Ich hatte wirklich kein Spiel, bei dem ich mich mit meinem Spielpartner unbehaglich fühlte
  • Die hohe Varianz. Wir hatten wirklich sehr viele unterschiedliche Gangs dabei. Sowohl von den Häusern, als auch vom Spielstil.
  • Das Gentleman Agreement. Wenn etwas szenarisch stimmiger war, als die Regeln es vorschreiben (z.B. Geländeaufstellung), wurde dies auch so gut es möglich war umgesetzt.
  • Spaß ohne zu gewinnen. Man sagt es oft so flapsig "hauptsache Spaß". Auch wenn mich so manches Spiel verzweifeln ließ (4 Treffer unter der Flammenschablone und Null schaden :cry: ), hat jedes Spiel eine spannende Geschichte erzählt. Es war wirklich kein Spiel dabei, welches mir nicht Spaß gemacht hat. Auch wenn ich mal nicht dannach aussah oder in Meckeritis verfallen bin - sorry :oops:
Was ich mir an Änderungen wünsche:
  • Keine Vorrunde mehr.
  • Entlastete Spielewochenenden. Leider ging bei mir an den SpieleWE so viel Zeit für die Kampagne drauf, dass ich für andere Systeme kaum noch Zeit hatte. Daher möchte ich mehr (nicht nur!) auf Kampagnenspiele außerhalb der SpieleWE zurückgreifen, um an den SpieleWE wieder öfter auch anderes spielen zu können (hat vermutlich weniger mit Eversors Organisation zu tun).
  • Übersicht über die Territorien. Ist es möglich die Territorien, die wir verwenden, tabelarisch online für uns einzusehen. Ich fand es ging viel Zeit für die Territorienwahl drauf, weil sich alle erst einlesen mussten. Diese Zeit würde ich ungern wieder an einem SpieleWE vergeuden. Ich hatte schließlich einfach irgendwas genommen, um nicht noch mehr Zeit zu verplempern und habe so recht ungünstige Wahlen getroffen.
  • Taktische Karten Auswahl. Die Taktischen Karten sind der eizige Punkt an Necromunda selbst, der mich wirklich stört und ich würde mich riesig freuen, wenn wir dafür eine Lösung finden :D . Nicht ihre Existenz stört mich, ich finde die Optionen sehr spielbereichernd. Mich stört dieser "Pay-to-Win"-Charakter. Ich störe mich daran, für solche Papierkarten so viel Geld auszugeben. Figuren Kaufe ich, weil ich sie schön finde. Die Karten kaufe ich, damit ich Vorteile im Spiel habe - das ätzt mich an. Daher habe ich auch nur die aus der Grundbox (und die auch nur, weil sie zufällig dabei waren). Meine (nicht finalen) Vorschläge wären a) Es gibt einen festen Satz an Taktischen Karten (inkl. Hausspezifischer) , der vor Start der Kampagne festgelegt wurde. So kann man sich diese Ausdrucken oder auf einem Zettel notieren, bzw. auf einer Tabelle auswürfeln, falls es zufällig sein muss. b) Spieler dürfen auch aus dem Deck des Mitspielers Taktische Karten wählen, nachdem dieser seine ausgewählt hat (finde ich aber aus vielen Gründen schwer umsetzbar).
  • Taktische Karten Nachteilsausgleich. Dieser Punkt ergänzt den Vorherigen. Beispiel: Ich hatte ein Spiel gegen Eversor, bei dem ich so einen Punktunterschied hatte, dass ich alle bis auf 2 meiner (im Besitz befindlichen) Taktischen Karten nehmen musste/konnte. Über ein Drittel von diesen Karten war entsprechend nicht nützlich bishin zu unbrauchbar. Finden wir da eine bessere Lösung? Ideen von mir: Bündnisspiele: 2 vs 1 (es grüßt Corona); irgendwelche "Robin Hoods", welche sich für das eine Gefecht anschließen; eine Art Guerillia-Mode, mit Hinterhalt und co.
Was ich mir ergänzend wünsche:
  • Keine Splitter-Gangs. Ich befürchte Schindludereien.
Vulkan lebt.

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Re: Feedback zur Kampagne

Beitrag von Eversor » Sa 27. Mär 2021, 10:34

Danke für dein Feedback. Ich will mal darauf eingehen:
lockeloeckchen hat geschrieben:
Di 23. Mär 2021, 10:31
Was mir besonders gut gefiel:
Das unterschreibe ich mal so.
lockeloeckchen hat geschrieben:
Di 23. Mär 2021, 10:31
  • Keine Vorrunde mehr.
Sehe ich ebenso (s. o.)
lockeloeckchen hat geschrieben:
Di 23. Mär 2021, 10:31
  • Entlastete Spielewochenenden. Leider ging bei mir an den SpieleWE so viel Zeit für die Kampagne drauf, dass ich für andere Systeme kaum noch Zeit hatte. Daher möchte ich mehr (nicht nur!) auf Kampagnenspiele außerhalb der SpieleWE zurückgreifen, um an den SpieleWE wieder öfter auch anderes spielen zu können (hat vermutlich weniger mit Eversors Organisation zu tun).
Ich hatte absichtlich die Spielwochenenden gewählt, weil ansonsten die Gefahr aus meiner Sicht ist, dass alles aneinander vorbeiläuft und es kein Gemeinschaftsgefühl gibt. Außerdem hatte ich immer im Hinterkopf, dass wenn wir vorwiegend an den Spielwochenenden zocken, vielleicht jemand für eine zukünftige Kampagne motiviert wird. Zudem hatte wir so einen Termin, an dem (fast) alle da waren.
Es bestand ja zu keiner Zeit die Pflicht, auf den Wochenenden zu spielen – schon gar nicht an beiden Tagen –, nur fand die Organisation an diesen statt.
lockeloeckchen hat geschrieben:
Di 23. Mär 2021, 10:31
  • Übersicht über die Territorien. Ist es möglich die Territorien, die wir verwenden, tabelarisch online für uns einzusehen. Ich fand es ging viel Zeit für die Territorienwahl drauf, weil sich alle erst einlesen mussten. Diese Zeit würde ich ungern wieder an einem SpieleWE vergeuden. Ich hatte schließlich einfach irgendwas genommen, um nicht noch mehr Zeit zu verplempern und habe so recht ungünstige Wahlen getroffen.
Es gab genau ein Territorium, das nicht in einer der Grundquellen abgedruckt war, nämlich das Revier dieser ominösen Vollstrecker. Die restlichen Territorien stehen alle im Necromunda-Regelbuch. Daher besteht kein Grund, sie nochmal im Forum abzudrucken, was auch mit dem Urheberrecht zu tun hat.
Leider konnte ich vor Beginn der Besetzungsphase nicht sagen, welche der Territorien kein Teil der Kampagne sein würden, da ich sie zu Beginn der Phase durch eine neutrale Person unter den Augen der Teilnehmer zufällig ziehen ließ. Es war aber geplant, noch eine Liste zu erstellen, wer welches Territorium hat und welches noch zu haben ist. Das wäre aber erst vor Besetzungsphase Runde 2 nötig gewesen.
lockeloeckchen hat geschrieben:
Di 23. Mär 2021, 10:31
  • Taktische Karten Auswahl. Die Taktischen Karten sind der eizige Punkt an Necromunda selbst, der mich wirklich stört und ich würde mich riesig freuen, wenn wir dafür eine Lösung finden :D . Nicht ihre Existenz stört mich, ich finde die Optionen sehr spielbereichernd. Mich stört dieser "Pay-to-Win"-Charakter. Ich störe mich daran, für solche Papierkarten so viel Geld auszugeben. Figuren Kaufe ich, weil ich sie schön finde. Die Karten kaufe ich, damit ich Vorteile im Spiel habe - das ätzt mich an. Daher habe ich auch nur die aus der Grundbox (und die auch nur, weil sie zufällig dabei waren). Meine (nicht finalen) Vorschläge wären a) Es gibt einen festen Satz an Taktischen Karten (inkl. Hausspezifischer) , der vor Start der Kampagne festgelegt wurde. So kann man sich diese Ausdrucken oder auf einem Zettel notieren, bzw. auf einer Tabelle auswürfeln, falls es zufällig sein muss. b) Spieler dürfen auch aus dem Deck des Mitspielers Taktische Karten wählen, nachdem dieser seine ausgewählt hat (finde ich aber aus vielen Gründen schwer umsetzbar).
  • Taktische Karten Nachteilsausgleich. Dieser Punkt ergänzt den Vorherigen. Beispiel: Ich hatte ein Spiel gegen Eversor, bei dem ich so einen Punktunterschied hatte, dass ich alle bis auf 2 meiner (im Besitz befindlichen) Taktischen Karten nehmen musste/konnte. Über ein Drittel von diesen Karten war entsprechend nicht nützlich bishin zu unbrauchbar. Finden wir da eine bessere Lösung? Ideen von mir: Bündnisspiele: 2 vs 1 (es grüßt Corona); irgendwelche "Robin Hoods", welche sich für das eine Gefecht anschließen; eine Art Guerillia-Mode, mit Hinterhalt und co.
Such mal nach einem Stamm englischsprachiger Yaks, das könnte eine Option sein. Ich möchte nämlich ungern Beschränkungen bei den Karten einführen.
Was alternative Mechanismen angeht, da bin ich noch am Überlegen. Ich möchte auf jeden Fall noch einmal auf den der Gunst des Hauses hinweisen, zu dem ich schon ein Thema eröffnet hatte. Der ist zwar phasenweise, nicht pro Spiel, aber bietet einen Ausgleich.
Mehrspielerspiele haben zwei Nachteile (mit den Conona-Auflagen sogar drei). Erstens gibt es nur wenige Mehrspielerszenarios, die für Kämpfe um Territorien nicht geeignet sind, und zweitens würden mehr als zwei Parteien bei Zweispielerszenarios arge Probleme aufweisen, etwa die Art der Gangaufteilung oder die Beute und die Erfahrung danach. Außerhalb von Spielen um Territorien sind solche Spiele natürlich (theoretisch) eine Möglichkeit, um zu starke Gangs in ihre Schranken zu verweisen.
lockeloeckchen hat geschrieben:
Di 23. Mär 2021, 10:31
Was ich mir ergänzend wünsche:
  • Keine Splitter-Gangs. Ich befürchte Schindludereien.
Siehe oben. Betrifft aber sowieso nur Schlumpf, dich und mich, da es für alle anderen ein neues Buch gibt.
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Re: Feedback zur Kampagne

Beitrag von lockeloeckchen » Sa 27. Mär 2021, 13:54

Zu den Territorien:
Ich habe nur die beiden Regelwerke aus den Grundboxen, daher war mir dieser Punkt nicht so klar. Danke für die Klärung.

Zu den SpieleWE:
Daher hatte ich ja auch geschrieben, dass ich mehr als bisher auf andere Termine zurückgreifen will, aber bei weitem nicht ausschließlich. Und es war auch nicht an die Organisation gerichtet.

Zu den "s.o.":
Ich habe einige Punkte von dir nur wiederholt, um sie zu unterstreichen. ;)

Zu den Taktischen Karten:
Ich vermute ich verstehe teils hier nicht, oder du hast mich missverstanden, oder beides. Um es klarer zu formulieren...
  • ich will niemanden taktische Karten und Optionen wegnehmen
  • die von mir vorgeschlagene List, kann ja auch gerne im Verlauf erweitert werden
  • mir ging es um den "Pay-to-win"-Charakter, den ich nicht mag
  • Mehrspielerspiele halte ich auch für schwierig, wollte den Gedanken aber erst einmal anmerken - vllt. hat ja jemand eine zündende Idee
Lieben Gruß
Locke
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